MUX-NEWS

Herr Mux schrieb Anti-Bush-Song

Berlin - Mux, international bekannter Weltverbesserer, verfasst nicht nur polarisierende Manifeste, sondern auch Songs. Genau wie in seinen ausgetüftelten und komplexen Pamphleten nimmt Mux als Songschreiber wieder kein Blatt vor den Mund. "Als im vergangenen Jahr der Irak-Krieg ausbrach, war ich so wütend, dass ich einen Anti-Bush-Song geschrieben habe.", erklärt Herr Mux gegenüber der Presse. Der Song habe sogar schon einen prominenten Interessenten: Regisseur Michael Moore habe das Lied so beeindruckt, dass er es vielleicht in den Soundtrack seinen nächsten Films aufnehmen werde. (ap)

 
Der Dümmste Videopirat Der Welt:

Ausgerechnet bei der Berliner Premiere des Films MUXMÄUSCHENSTILL wurde ein 28-Jähriger Videopirat gestellt. Hauptdarsteller Jan-Henrik Stahlberg beobachtete den Mann während der Vorführung im Publikum und konnte ihn anschliessend der Polizei übergeben. (dpa)

 
Auf seinem Feldzug für die Moral:
Mux bekommt Talkshow

Nun ist es soweit: Wie bestätigt wurde, startet in vier Wochen die erste Fernsehshow mit Mux. Der inzwischen allen bekannte Weltverbesserer wird in seiner Sendung, deren Name noch geheim gehalten wird, seine Mission weiter erfüllen. Es geht ihm auch hier um ein besseres, friedliches, moralisch einwandfreies Deutschland.
Und das, so Mux, soll diesmal auf der Ebene der Entscheidungsträger passieren. Besprochen werden Themen wie Korruption, Maßlosigkeit und stures Zahlendenken mit Wirtschaftsbossen. Dazu werden die Eingeladenen unter anderem auf den Heißen Stuhl gesetzt. Für den Fall, dass er auf moralische Verfehlungen stößt, droht er nach eigenen Aussagen äußerst schmerzhafte Handlungen an. Sein Publikum wird dann über den Vollzug entscheiden. Für Entscheidungsträger, die trotz Einladung nicht in seine Show kommen werden, habe er sich etwas ganz Besonderes ausgedacht.
Nach dem, was man inzwischen von Mux weiß, kann man eine höchst umstrittene Reaktion seinerseits erwarten. Die von ihm in Berlin durchgeführten Aktionen entsprachen nicht immer dem Geschmack der breiten Masse. Erste Gegenstimmen haben sich gemeldet, die Mux faschistoides Verhalten vorwerfen und seine Methoden anprangern, die viel zu weit von seinen eigenen Ansprüchen entfernt seien. Die erste Sendung seiner Show wird mit Spannung erwartet, eine erneute Debatte über die Verantwortung der Medien, ihre Möglichkeiten, Rechte und Pflichten hat er unabhängig von den zu erwartenden Reaktionen auf jeden Fall wieder entfacht. (ap)

 
Bürgerrechtler in Aachen weigern sich

Aachen - Nachdem die Großstädte flächendeckend mit "Gesellschaften für Gemeinsinnpflege" versorgt sind, geht es Mux nun um das bundesweite Netz. Da dies in alphabetischer Reihenfolge geschehen soll, ist Aachen die erste Stadt auf der Liste. Allerdings wurden nach Auskünften der Stadt erste Gegenstimmen laut. Man habe mehrfach von den über das Ziel hinaus schießenden Aktionen von Mux gehört, außerdem gebe es in Aachen nicht wirklich einen derartigen Bedarf wie in den Großstädten, so Stephan Zöllner von der erst kürzlich ins Leben gerufenen Bewegung "Ein besseres Aachen auch ohne Mux". Es müsse, so Zöllner, möglich sein, ohne die "rabiaten" Mittel des Herrn Mux das Leben in Aachen noch lebenswerter zu machen. Herr Mux lässt sich aber scheinbar nicht aufhalten, denn: "Ich weiß, dass die Aachener mich brauchen und gebe nichts auf Äußerungen derer, die den Ernst der Lage scheinbar nicht begriffen haben." (dpa)

 
Mux sorgt bei "Sabine Christiansen" für Aufregung

Berlin - Am gestrigen Sonntag kam es in Sabine Christiansens Polit-Talk zu einem Eklat: Mux, der zum Thema "Moral in der Politik - praktisch unmöglich?" eingeladen war, beschimpfte die Anwesenden und ließ sie nicht zu Wort kommen. Empört über diese Aktion von Mux, veranlasste Sabine Christiansen dessen Rauswurf aus ihrer Runde. So schnell wird er wegen seiner Unberechenbarkeit im Fernsehen wohl keine Plattform mehr bekommen.
Mux lässt sich dennoch nicht beirren: "Das war notwendig. Was glauben Sie denn, wie man moralisch immer gefährdete Menschen wie Politiker anders ansprechen soll? Da kommt man mit der Kuschelnummer nicht weiter, das geht nur mit dem Holzhammer". (dpa)

 
Fußballwelt zweifelt an der Notwendigkeit der Mux-Pläne

Berlin - Nach Mux' einseitiger Anzeige in den überregionalen Tageszeitungen der an der Fußball-Europameisterschaft teilnehmenden Länder ist auch der Weltfußballverband auf den Moralisten aufmerksam geworden. Er hatte bereits einige Wochen vor der EM dazu aufgerufen, so bald wie möglich bei allen internationalen Turnieren neben der offiziellen Wertung eine Art moralischen Sieger zu küren. Dieser soll nach einem eigens erstellten Punktesystem ermittelt werden.
Eine unabhängige Jury, deren Vorsitz Mux übernehmen will, beurteilt beispielsweise die Aggressivität und vorgetäuschten Fouls der einzelnen Spieler, die für ihr Land Punkte sammeln. Damit auch die Teams eine Chance haben, die nach der Vorrunde wieder nach Hause müssen, sollen deren Spiele in ihrer Anzahl denen der Finalisten in ihrer Wertigkeit gleichgestellt werden.
FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zeigte sich Franz Beckenbauer zufolge skeptisch. Er zweifelt an der Notwendigkeit dieses zweiten Wettbewerbes. Ebenso wie die Vorstände der Erstligavereine befürchtet er, dass dadurch die Attraktivität der Spiele leiden könnte und die Zuschauer bei einer allzu zurückhaltenden Spielweise nicht mehr bereit sind, die Stadien zu füllen. Dennoch plant Mux, der von seiner Idee nicht abrückt, unbeirrt weiter:
"Wenn wir diese neue moralische Instanz im Fußball schaffen, dann auch richtig. Ich lehne es ab, unqualifizierte, womöglich korrupte Jurymitglieder zu engagieren, die von Fußball keine Ahnung haben. Das hatten wir in diversen Shows im musikalischen Bereich ja schon genug. Da hört der Spaß für mich nämlich auf. Spätestens zur WM 2006 in Deutschland will ich mit meiner Jury starten. Dann hätte Deutschland zumindest einen Erfolgsgaranten."
Die Zukunft wird zeigen, ob Mux den Fußball um einen Teil seiner Attraktivität bringen wird. (ap)

 
Schumachers Sieg in Barcelona beinahe von Störenfried vereitelt

Barcelona - Michael Schumacher setzte auch im fünften Saisonrennen seine Erfolgswelle fort. Im Großen Preis von Spanien siegte er vor seinen Ferrari-Teamkollegen Rubens Barrichello aus Brasilien sowie den Renault-Piloten Jarno Trulli und Fernando Alonso. Für Aufregung sorgte vor dem Rennen ein Demonstrant, der mit einem Transparent über die Start-Ziel-Linie rannte. Die eilig gerufenen Sicherheitskräfte konnten den Mann allerdings überwältigen, bevor die Autos von der Einführungsrunde zur Startaufstellung zurückkehrten.
Wie sich nun herausstellte, soll es sich bei dem Störenfried um Herrn Mux, den selbsternannten Weltverbesserer handeln, der mit seiner Aktion gegen Raserei und Geschwindigkeitsüberschreitung vorgehen wollte. (dpa)